Oktober - HP Walters Ranch

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Seminare, Vorträge 2017
Seminar mit Anja Fiedler
am 28. & 29. Oktober 2017

Motivation & Aufmerksamkeit im Training an unerwünschtem Jagdverhalten – neurobiologische Hintergründe & praktische Umsetzung



Anja Fiedler leitet ihre Hundeschule „dogable“ in Meerbusch am Niederrhein, dort arbeitet sie mit Menschen und ihren Jagdhunden auf Basis positiver Verstärkung – von Kontr
leol des Jagdverhaltens, über typgerechte Beschäftigung, bis hin zur Vorbereitung auf jagdliche Prüfungen und die jagdliche Brauchbarkeit.
Während ihres Studiums (Medienwirtschaft) ist sie selbst vor über 10 Jahren auf den Hund gekommen, und schnell stellte sich heraus, dass der Verhaltensrahmen ihrer Dalmatiner Hündin, Ally, einen genaueren Blick auf die Materie Hundeverhalten erforderte.
Als im Jahr 2005 Frieda, eine Ungarisch Kurzhaar Hündin aus jagdlicher Leistungszucht, einzog, nahm das „immer mehr wissen wollen“ seinen Lauf – Jugendentwicklung, Jagdverhalten, Angst- und Aggressionsverhalten, Dummy- und jagdliche Arbeit & vieles mehr.
Mit bestandenem „Grünen Abitur“ kam Wolke, eine Ungarisch Drahthaar Hündin aus jagdlicher Zucht, in die Familie, und sie sollte mit Anja den Weg zur jagdlichen Brauchbarkeit gehen – Wolke wird ausschließlich über Verstärkung erwünschten Verhaltens trainiert. Die Verbandsjugend- und Herbstzuchtprüfung, die jagdliche Brauchbarkeit auf Nieder- und Schalenwild in NRW und die ersten Jagden liegen hinter den beiden, und das nächste Ziel, die Meisterprüfung der Vorstehhunde (VGP), ist anvisiert.
Seit 2010 ist Anja mit ihrem Seminarprogramm rund um Jagdverhalten, Rückruf, Selbstkontrolle & Co. unterwegs in Deutschland (ab 2013 auch in der Schweiz), und arbeitet aktuell mit Dr. Ute Blaschke-Berthold und Nicole Wenzel an einem DVD-Projekt zum Thema „Die Werkzeugkiste der positiven Verstärkung“. Mehr zu Anja & ihrer Arbeit erfahrt ihr hier: www.dogable.de
Sind wir Menschen mit unseren jagdlich motivierten Hunden in Feld, Wald & Flur unterwegs, ist es höchst wahrscheinlich, dass der Vierläufer dort auf Auslöser angeborenen Jagdverhaltens trifft oder das Hundegehirn Vorboten von Hase, Fasan & Co. wiedererkennt. Hecken, Dickungen, Wiesen, Getreideschläge und dergleichen aktivieren Erkundungsverhalten, je nach Jagdhundetyp mehr oder weniger flächendeckend, sichtig oder geruchlich wahrgenommenes Wild aktiviert Hetzen bzw. das Ausarbeiten von Fährten, Spuren und Geläufen. Wird nun in der Hundewelt tatsächlich ein Hase eruiert und Verfolgen aktiviert, sollte der Mensch unterbrechend eingreifen – Abrufen wäre eine Möglichkeit. Das Signal aus der Menschenwelt landet in der Hundewelt, einer Welt in der es vor „wilden“ Reizbündeln nur so wimmelt, Wild kann hör-, riech- und/oder sichtbar sein – all das landet über verschiedene Reizleitungen im Hundegehirn. Was könnte passieren? Die Hatz wird fortgesetzt, der Hund bleibt stehen, oder er kommt zurück. Für das Verhalten, welches wir von außer beobachten können, gibt es im Inneren des Hundes eine Entscheidungsgrundlage – Motivation entscheidet über das aktuell gezeigte Verhalten. Wie nun können wir auf die Motivation des Hundes Einfluss nehmen, das Umswitchen von der Hunde- in die Menschenwelt begünstigen? Eng verzahnt mit Motivation ist Aufmerksamkeit, das Gehirn selektiert Aufmerksamkeitserreger nach der aktuellen Motivations- und Bedürfnislage, Unwichtiges wird aussortiert! Im schlechtesten Fall verhallt also unser Rückrufsignal ohne Resonanz, weil die Hatz des Hasen gerade wichtiger ist. Durchleuchten möchten wir neurobiologische Hintergründe und ziehen möchten wir Rückschlüsse für unser praktisches Training an unerwünschtem Jagdverhalten in „wilder“ Umwelt.

Teilnahme mit Hund 180€
Teilnahme ohne Hund 150€
Verpflegung exkl.
Veranstaltungsort: Naturfreundehaus in 37539 Badenhausen

Info und Anmeldung unter walters-ranch@t-online.de


 
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